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Städtetrip nach Luzern

Städtetrip nach Luzern

Einzigartig – wundervoll – atemberaubend!

Kapellbrücke in Luzern über die Reuss

Zentral – das passt zu Luzern. Die Stadt ist nicht nur mitten in der Schweiz und das kulturelle Zentrum der Zentralschweiz sowie Hauptstadt des Kantons. Luzern ist auch mitten drin, wenn es darum geht, einen interessanten, abwechslungsreichen Kurztrip zu unternehmen, der sowohl im Winter als auch im Sommer seinen Reiz hat. Und von Deutschland aus ist Luzern schnell und einfach zu erreichen – mit dem Auto, per Bahn oder Flieger via Zürich.

Es gibt ein Bild von Luzern, das fast jeder schon mal gesehen hat: Die Kapellbrücke über die Reuss. Sie ist nicht nur die älteste und zweitlängste überdachte Holzbrücke in Europa, sondern hat sich auch deshalb – sogar im wörtlichen Sinne – ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, weil sie 1983 bei einem Großbrand, ausgelöst durch eine brennende Zigarette, zum großen Teil zerstört wurde. Schon ein Jahr später war sie jedoch weitestgehend rekonstruiert und konnte für Fußgänger wieder freigegeben werden. Anstelle einiger unrettbar verlorenen Giebelgemälde konnten andere deren Platz einnehmen, die glücklicherweise seit einer Brückenverkürzung im 19. Jahrhundert eingelagert waren.

In der Schweiz fährt Sie die Bahn überall hin

Luzern befindet sich am nordwestlichen Ende des Vierwaldstättersees und ist schon seit etwa 1840 sehr gut touristisch erschlossen. Ein Highlight für Fremde wie Einheimische bildet naturgemäß der Vierwaldstättersee mit einer Uferlänge von mehr als 160 km. Die vier Waldstätte beziehen sich auf die an den See grenzenden urschweizer Kantone Uri, Schwyz, Unterwalden und Luzern. Mit der idyllischen Lage am See und beidseits des Flusses Reuss ähnelt Luzern zunächst ein wenig der Lage von Zürich. Jedoch ist Luzern viel einzigartiger in die Bergwelt der Schweiz eingebettet und bietet mehr Ruhe und weniger hektische Business-Betriebsamkeit. Zwei ganz nahe gelegene Ziele mit grandiosen Ausblicken für Besucher sind die beiden Berge Pilatus und Rigi. Die Rigi ist mit knapp 1.800 m Höhe zwar keiner der Giganten, aber nicht weniger bekannt als Ausflugsziel.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entstand dort auf dem Gipfel – der Kulm – ein erstes Gästehaus und in der Folge das Grand Hotel Schreiber mit 300 Betten. Es wurde leider Mitte des letzten Jahrhunderts abgerissen und durch ein kleineres Panorama Hotel Rigi Kulm ersetzt. Um die Besucher und Urlauber unbeschwert nach oben zu befördern, waren die Schweizer bereits ab 1871 sehr einfallsreich.

So entstand mit der Vitznau-Rigi-Bahn die erste (Zahnrad-)Bergbahn Europas, mit der man seit 1873 den Gipfel mühelos erreicht. Sie wird bereits seit 1937 elektrisch betrieben. Es gibt daneben noch eine weitere Zahnradbahn sowie mehrere Luftseilbahnen aus verschiedenen Himmelsrichtungen auf den Berg.

Steiler geht’s nicht

Hier ein historischer Triebwagen der Pilatusbahn, zu sehen im Verkehrshaus

Auf der anderen, der südlichen Seite des Sees bildet der Pilatus einen weiteren Höhepunkt im wahrsten Wortsinn. Hier eröffnet die Bergstation Pilatus Kulm einzigartige, atemberaubende Ausblicke aus rund 2.000 m Seehöhe.

Der Pilatus ist sozusagen der Luzerner Hausberg und die Bahnstrecke von Alpnachstad weist einen weiteren Superlativ auf. Die Pilatusbahn ist mit 48 % (!) die steilste Zahnradbahn der Welt! Das muss man gesehen und erlebt haben. Wer die Aussicht länger genießen will, kann auch hier in zwei Hotels übernachten.

Die beiden Berge mit Ihren Zahnradbahnen sind nur exemplarisch zu nennen, wenn es um die perfekte verkehrstechnische Erschließung der Sehenswürdigkeiten geht, denn in den Verbund gehören auch die historischen Dampfschiffe auf dem See, mit denen man wieder zurück nach Luzern gelangt.

Apropos Verkehr

Das berühmte „Schweizer Krokodil“ ausgestellt im Verkehrshaus Luzern

In Luzern findet man mit dem Verkehrshaus ein unglaublich interessantes Verkehrsmuseum, das in Europa seinesgleichen sucht und direkt am See liegt. Es beherrbergt liebevoll restaurierte Exponate von Lokomotiven, Autos, Flugzeugen und Schiffen. Natürlich nimmt, nicht zuletzt, weil die Gründer allesamt Eisenbahngesellschaften waren, die Bahn einen besonderen Stellenwert ein. Und Bahn meint hier nicht nur Eisen- und Zahnradbahn, sondern auch Bergbahnen, so dass sich die Entwicklung der schweizerischen Bahnsysteme bestens verfolgen und sogar im Wortsinn begreifen lässt. Dies ermöglicht eine Vielzahl interaktiver Exponate. Und für den (Modell-) Eisenbahnliebhaber: Hier steht auch eines der legendären Schweizer Krokodile, das zunächst nur auf der steilen Gotthardstrecke die schweren Güterzüge zog.

Hoch hinauf – schwindelerregende Erlebnisse

Da der Winter im Hochgebirge lange dauert, kann man von Luzern aus fast ganzjährig zum Skilaufen aufbrechen, denn berühmte Berge sind nah. Ganz nah beispielsweise ist der weltbekannte Skiort Engelberg. 35 km mit dem Auto oder – wie könnte es anders sein in der Schweiz – auch in einer ¾ Stunde mit dem Zug (incl. Zahnradstrecke!) gelangt man in eine hochalpine Welt mit dem gewissen mondänen Extra. Besucher mit Höhenangst bleiben im Ort und spielen ggf. je nach Wetter Golf im örtlichen Golfclub oder widmen sich dem Shopping. Die anderen entschweben mit der Luftseilbahn Rotair auf den 3.020 m hohen Titlis. Die Bahnkabine dreht sich während der fünfminütigen Fahrt einmal um 360 Grad, so dass jeder Passagier einmal den vollen Panoramablick genießen kann. Wer nicht Ski fährt, kann sich dort oben noch einen Kick verpassen. In 3.041 m Höhe und 500 m über dem Abgrund führt die Hängebrücke Titlis Cliff Walk gut 100 m auf einen Nachbargipfel. Wenn das nicht atemberaubend ist…

Weniger stressig ist es in der Gletscherhöhle des Titlis. Bei ganzjährig -1,5 Grad bietet sie die Möglichkeit, einmal durch Eis zu laufen, das hier schon war, als die Urmenschen das Feuermachen entdeckten.

Wer noch mehr Eis sehen will, fährt – auch wieder mit der Bahn – nach Grindelwald im Berner Oberland und von dort aufs Jungfraujoch. Für einen nicht unerheblichen Tarif gelangt man mit der 1912 erbauten Zahnradbahn durch die Eiger Nordwand (mit Stopp in der Wand zum Ausblick und fürs Fotoshooting) auf das Jungfraujoch, das sich selbstbewusst „Top of Europe“ nennt, schließlich ist hier der höchste Bahnhof Europas auf 3454 m Höhe. Klar, sind Sie hier nicht allein neben den vielen Asiaten. Aber wer den Blick auf den Aletschgletscher einmal genossen hat, wird ihn sicher nie vergessen.

Zu kalt? Dann ab in den sonnigen Süden. Ein Tagesausflug nach Ascona am Lago Maggiore ist weniger als 200 km entfernt. Hier gibt es dann zur Abwechslung Palmen am Seeufer.

Und wenn der Winter vorbei ist, sollte eine Fahrt über den Gotthardpass diesen Ausflug zu einem Highlight machen, bevor man in Ascona in den Luxus und das schon italienisch geprägte Dolce Vita eintaucht. Aber das ist eine andere Geschichte.

Apropos Süden: Am südlichen Ende des Vierwaldstättersees möchten wir den Fahrensleuten unter unseren Lesern noch einen kleinen Ausflug von Altdorf auf den Klausenpass empfehlen. Hier werden in regelmäßigen Abständen jeweils im Herbst Revivals des schwersten Bergrennens aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts mit hochklassigen Oldtimern und Fahrern ausgerichtet. Hier fuhren sie alle: Rudolf Caracciola, Hans Stuck, Tazio Nuvolari, etc. Aber auch ohne Rennen macht es Spaß den Pass zu erklimmen.

Fazit

Wohnen kann man in Luzern und Umgebung in einer großen Bandbreite von Hotels und anderen Unterkünften, schließlich ist das Gebiet schon so lange touristisch erschlossen. Herausragend schön sind die Grand Hotels am Seeufer. Also, was hält Sie noch ab?

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