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Paris – liegt doch nahe!

Paris – liegt doch nahe!

Der Städtetrip für jeden Geschmack

Glücklicherweise hat sich das Leben in Paris nach den Terroranschlägen im November 2015 wieder normalisiert. Daher ist es Grund genug, diese wunderbare Stadt wieder in die engere Wahl für einen Kurztrip zu ziehen.

Kaum eine europäische Metropole behauptet sich schon so lange in den Sehnsuchtslisten wie Paris. Gleichzeitig ist sie von Deutschland aus jederzeit schnell per Auto, Bahn oder Flugzeug zu erreichen, so dass einem Spontantrip nichts im Wege steht. Drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfe sagen alles… Die Vielfältigkeit von Paris macht einen großen Teil des Reizes aus. Hier kann jeder nach seiner Façon selig werden. Oder anders gesagt: chacun à son goût – jeder nach seinem Geschmack!

Paris ist nicht nur die Hauptstadt Frankreichs, sondern auch der Region Île-de-France. Im Stadtgebiet wohnen etwa 2,2 Millionen Bürger, der gesamte Ballungsraum beherbergt rund 12,3 Millionen Menschen. Damit ist die Metropolregion die zweitgrößte der EU, direkt nach London. Sie ist jedoch durch die relativ geringe flächenmäßige Ausdehnung die am dichtesten besiedelte Stadt Europas – mit 22.000 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Bei Paris denkt jeder an Eiffelturm, Champs Élysées, Notre Dame, Louvre und Montmartre. Diese Sehenswürdigkeiten gehören unbedingt zu einem Städtetrip, denn sie sind auch dann einen Besuch wert, wenn man sie bereits gesehen hat.

louvreSchließlich ist der Louvre das größte und sicher auch eines der berühmtesten Museen der Welt. Das Gebäude diente seit Karl V. im 14. Jahrhundert als französische Königsresidenz. Der auffällige klassizistische Bau unserer Tage entstand jedoch zum Großteil erst im 17. Jahrhundert.

notre-dammeAls Inbegriff frühgotischer Baukunst – direkt in der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik – gilt die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Sie wurde als Bischofskirche im 12. und 13. Jahrhundert auf der Seine-Insel Île de la Cité erbaut. Eine bedeutende Erfindung für die gotische Architektur ist auch besonders stilbildend für die Notre Dame: das außen liegende Strebewerk. Es nimmt in äußerst attraktiver Form die nach außen gerichteten Schubkräfte der riesigen Gewölbe auf und ermöglicht dadurch einen luftigen Innenraum, da die Mauern von einem Großteil ihrer stützenden Funktion entlastet wurden. Innen herrschte nun die viel zitierte „aufwärtsstrebende Körperlosigkeit“ mit einer lichtdurchschienenen Glasschicht in den wunderbaren Fenstern. Ein weiterer sehenswerter Sakralbau ist die Ende des 19. Jahrhunderts begonnene, im Zuckerbäckerstil errichtete Kuppelkirche Sacré Coeur auf dem Hügel Montmartre, wo sich auch die Place du Tertre im Künstlerviertel befindet. Hier hat auch Picasso gewohnt – heute sind es jedoch die Touristen, die sich hier portraitieren lassen.

Eiffelturm – Synonym für Paris

eifelturmDer Eiffelturm ist mit seinen 324 m Höhe nach wie vor das eigentliche Wahrzeichen der Stadt, errichtet von 1887 bis 1889 durch den genialen Baumeister Gustave Eiffel, jedoch nicht von ihm allein entworfen. Der gewählte Stahl konnte wegen seiner metallurgischen Zusammensetzung nicht geschweißt werden, so dass Niete die Konstruktion bis heute zusammenhalten. Vorteilhaft war diese Bauweise auch deshalb, weil Eiffel die über 18.000 Einzelteile wie bei einem Baukasten in seinem Werk vorproduzieren konnte und diese vor Ort nur noch zusammengesetzt werden mussten. Die sorgfältige Planung und Fertigung machte es möglich, dass erst ab einer Höhe von 57 m die Nietlöcher aufgrund der Lasten minimal angepasst werden mussten. 150 Arbeiter waren allein mit dem Vernieten beschäftigt.

Der Turm diente zunächst als Aussichtsturm der Weltausstellung von 1889 und war bis 1930 das höchste Gebäude der Welt. Wer keine Höhenangst hat, kann über den Aufzug im Süd-Pfeiler im zweiten Geschoss im berühmten und mit einem Michelin Stern bewerteten Restaurant „Jules Verne“ die Aussicht aus 115 m Höhe und erstklassige kulinarische Highlights gleichzeitig genießen.

Bunte Stadt Paris

Mit über 400 Gärten und Parks gehört Paris zu den grünsten Hauptstädten Europas. Nimmt man sich einen Stadtplan zur Hand fällt der Blick sofort auf die abwechslungsreichen grünen Zonen, die zum Verweilen einladen. Überall in den Grünanlagen gibt es Statuen, Skulpturen, Grotten, Brunnen und Wasserfälle zu bewundern. Außerdem stellen große Gewächshäuser prachtvolle Pflanzen aus. Und in den Sommermonaten bieten die Parks eine Vielzahl von Freiluftkonzerten.

Kontrast gefällig? Das Centre national d’art et de culture Georges-Pompidou, oder auch einfach nur: Centre Pompidou. Pariser Bürger titulieren es auch gern als „die Raffinerie“ wegen seiner außergewöhnlichen Architektur. Das Tragwerk und unendlich viele Rohre für Gebäudetechnik und Erschließung sind außen an dem Gebäude installiert, was innen mehr Platz schuf. Je nach Funktion sind sie in unterschiedlichen Farben lackiert. Bekannt ist besonders die auf der Vorderseite der Fassade verlaufende, in einer diagonalen Röhre geführte Rolltreppe.

Das staatliche Kunst- und Kulturzentrum wurde von den Architekten Renzo Piano, Richard Rogers und Gianfranco Franchini entworfen und 1977 eröffnet. Hier finden sich unter einem Dach: das Musée National d’Art Moderne, ein Zentrum für Industriedesign, die Bibliothèque Publique d’Information mit über 400.000 Medien und 2.000 Leseplätzen, ein Musikforschungszentrum, eine Kinderwerkstatt, Kino-, Theater- und Vortragssäle sowie gastronomische Einrichtungen.

alanparsonsprojektÄhnlich auffällig und aus dem gleichen Space Age ist das Terminal 1 des Pariser Flughafens Charles de Gaulle mit seiner Science-Fiction Optik. Architektonisch einzigartig ist und bleibt der Innenhof, der durch schräge, sehr lange Rolltreppen unter gewölbten transparenten Plexiglasröhren an das viel später errichtete Centre Pompidou erinnert. Dieses architektonische Highlight wurde sogar auf dem Plattencover des Albums „I Robot“ der englischen Popgruppe The Alan Parsons Project verewigt. Fast erscheint es, als solle der Fluggast nicht nur für einen Flug, sondern für eine Reise durch Zeit und Raum einchecken.

pantheonDas Quartier Latin gilt als das traditionelle Studentenviertel in Paris. Weil die Gelehrten der nahegelegenen Universität Sorbonne über lange Zeit Latein sprachen, entwickelte sich dieser Name. Dabei hat das Wort Quartier nichts mit den Pariser Stadtbezirken, den Arrondissements, zu tun. Es hat nach wie vor seinen eigenen Charme und wird auch von Touristen gerne aufgesucht, gibt es dort doch neben bekannten akademischen Institutionen auch eine Vielzahl interessanter gastronomischer Einrichtungen. Zu den Baudenkmälern des Quartier Latin gehören so berühmte Bauten wie das Panthéon und das Palais du Luxembourg (Sitz des französischen Oberhauses) mit dem angegliederten Schlosspark Jardin du Luxembourg. Dieser präsentiert auf 26 Hektar sowohl klassische französische Gartenkunst als auch in einem jüngeren Bereich freier gestaltete, eher englisch anmutende Gärten. Noch was Grünes? Der Bois de Boulogne ist mit seiner Größe von 8,46 km² einer der größten Stadtparks der Welt! In ihm sind auch die berühmte Pferderennbahn Longchamp sowie eine Vielzahl kleinerer Palais zu finden.

Zu guter Letzt

Wer nach Paris reist, der will sicher auch shoppen gehen – wo sonst, wenn nicht hier? Paris bietet genug Optionen, um wochenlang ein ums andere Geschäft anzusehen, ohne je eines doppelt zu betreten. Egal, ob einzigartige Stücke der Haute Couture – die sich aufgrund der exorbitant hohen Preise nur die wenigsten leisten können – oder die etwas erschwinglichere Prêt-à-porter-Mode, in Paris findet sich etwas für jeden Geschmack und Geldbeutel. So wird es kaum ein bekanntes Modelabel geben, das hier nicht mit einem Flagship-Store vertreten ist. Und selbst die Kaufhäuser verschlagen einem die Sprache. Auf dem Boulevard Haussmann werden bei den Galeries Lafayette und Printemps die allermeisten Wünsche wahr. Bei Printemps erhalten Ausländer sogar 10 Prozent Rabatt. Daher vorher den Rabattgutschein ausdrucken (erscheint mit der online Ausgabe des Artikels).

Mehr schöne Einkaufsstraßen erwünscht? In St. Germain: Die Rue du Four, Rue des Canettes und die Rue du Vieux Colombier bilden das Bermudadreieck für schöne Schuhe. Von der Rue du Bac über die Rue de Sèvre, Rue du Cherche Midi, Rue St. Placide bis zur Rue du Four finden sich viele Boutiquen, darunter auch viele, die im mittleren Preissegment anbieten. Die bekannten Modedesigner haben ihre Boutiquen auf dem Boulevard St. Germain.

In der Avenue Montaigne geben sich weitere Top-Designer ein Stelldichein. Das wirkt sich auch auf das Publikum aus. Daher lohnt ein Spaziergang durch diese Prachtstraße sogar dann, wenn man nichts kaufen will. Im 5-Sterne-Hotel Plaza Athenee, steigen gern die unterschiedlichsten Berühmtheiten ab.

Im Marais ist findet man das „echte“, bodenständigere Paris mit kleinen Boutiquen und aufsteigenden Designern. Vom Place des Vosges geht es durch schmale Gassen mit vielen Modeboutiquen, Schuhgeschäften und Läden für Accessoires. Rund um die Kirche St. Paul geht es ebenfalls um Geschmack: Hier offerieren Chocolatiers und Käsegeschäfte ihre Leckereien. Kurz gesagt. Dieses Viertel hat es in sich.

Bevor Ihnen die Luft ausgeht oder das Wochenende schon wieder vorbei ist, dürfen Sie natürlich einen Besuch des Place Vendôme nicht vergessen – mitten in der Stadt zwischen der Oper und dem Park Jardin des Tuileries. Hier regiert der klassizistische Prachtstil mit prunkvollen Stadthäusern Der Platz ist bekannt als Standort des französischen Justizministeriums, bei Touristen jedoch mehr wegen des berühmten Hotel Ritz sowie durch die am Platz aufgereihten Verkaufsräume luxuriöser Schmuck- und Uhrenhersteller.

Man könnte noch ewig weiter erzählen… Einfacher ist es aber, wenn Sie sich selbst ein Bild machen.

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